Glücklich über neue Haarpracht – Interview mit NTH-Kunde Roger Schatz

Hier ein Interview mit unserem Kunden Roger Schatz, der sich für ein Interview zur Verfügung gestellt hat. Das Interview ist in der Beilage „Gesund und aktiv“ der Nürnberger Nachrichten vom 20.10.2016 erschienen und wurde von Antje Seilkopf geführt:

Glücklich über neue Haarpracht

Roger Schatz ließ sich 1111 Haare vom Hinterkopf auf den Haaransatz verpflanzen

Es ist ein Thema, über das man sich heimlich grämt und sehr ungern spricht: schütteres Haar. Kaum jemand hat das Glück eines genetischen Volltreffers und trägt ein Leben lang eine dichte, volle Pracht auf dem Kopf. Dabei gibt es kaum etwas Wichtigeres für das eigene Wohlgefühl. Würde man eine ehrliche Umfrage machen, käme Wahrscheinlich ein sehr hoher Prozentsatz unzufriedener Haarträger heraus. Vor allem in jüngeren Jahren sieht man vermehrten Haarausfall nicht unbedingt locker.

Roger Schatz hat sich mit seinem am Vorderkopf schütter werdendem Haarschopf nicht einfach abgefunden. Der 51-Jährige sprach mit uns sehr offen über seine Haarverpflanzung.

Herr Schatz, erst mal vorab – Sie sehen toll aus.
Roger Schatz: Danke, ich fühle mich auch so. Dabei ist meine Haarverpflanzung gerade mal eine Woche her.

Worüber genau waren Sie bei Ihren Haaren unzufrieden?
Schatz: Ich hatte genau in der Mitte am Haaransatz eine Narbe von gut einem Ouadratzentimeter. Die stammte noch aus Kindertagen. In meinen Vierzigern konnte ich das noch gut durch die Haare kaschieren. Doch die wurden vorn dünner und lichter. Besonders nach dem Haare waschen störte es mich mehr und mehr, dass es einfach nicht gut aussah.

Wie haben sie nach einer geeigneten Möglichkeit gesucht, die schütteren Stellen wieder dichter werden zu lassen?
Schatz: Das war relativ leicht. Ein guter Freund hat sich schon vor neun Jahren Haare verpflanzen lassen, um seine Geheimratsecken zu füllen. Den habe ich zuerst angerufen. Auf seine Empfehlung habe ich mich dann an das Institut gewandt, das als einziges in ganz Deutschland diese Form der Verpflanzung anbietet. Ich habe bei meinen Erkundigungen vorab allerdings auch wahre Horrorgeschichten über Schmerzen, Narben und viel Leid gehört.

Haarentnahme
Bei Männern wachsen die Haare im so genannten Haarkranz rund um den Hinterkopf am dichtesten. Hier wurden sie entnommen. Foto: privat

Wie war dann ihr Weg zu vollerem Haar?
Schatz: Die Methode selber wurde mir detailliert erklärt, die Professionalität hat mich überzeugt. Dann habe ich mit dem Bekannten noch mal Rücksprache genommen und sofort einen Termin für zwei Wochen später vereinbart. Dass ich das Ganze gleich in meinem Wohnort Nürnberg machen lassen konnte, war natürlich ideal.

Das klingt sehr kurz entschlossen. Waren Sie sich wirklich sofort so sicher?
Schatz: Mir hat die professionelle Art und Weise gefallen, in der alle medizinischen Belange abgeklärt wurden. Es gab Formblätter darüber, zwei Tage vor dem Eingriff auf Alkohol und Tabletten zu verzichten, selbst Aspirin war nicht erlaubt. Dann wurde wie beim Arzt alles abgefragt, zum Beispiel zu Allergien. Wenn jemand Diabetes hat, ist das Verpflanzen offenbar nicht ganz so einfach. Habe ich aber zum Glück nicht.

Wie verlief der Eingriff ins Haupthaar dann konkret?
Schatz: Rückblickend muss sich sagen, angesichts vieler anderer Operationen, die ich schon machen lassen musste, war das Ganze für mich wie ein Spaziergang. Es lief unter lokaler Betäubung ab. Ein Team von gut fünf Leuten betreute mich, während ich dabei einen Film sah und Kopfhörer trug. ich habe morgens um neun Uhr auf einer Art Zahnarzt- oder Friseurstuhl Platz genommen, alles wurde fotografiert. Dann wurden am Vorderkopf viele kleine Punkte eingezeichnet, an denen später die Haarwurzeln eingesetzt wurden.

Wie ging es nach diesen Vorbereitungen weiter?
Schatz: Rund um den Kopf wurde mir eine Schneise in den kurz geschorenen Haarkranz gezogen, in dem die Haare samt Wurzeln und etwas Fettgewebe abgesaugt wurden. Diese Stelle wurde am Ende mit einem Faden vernäht. ich spüre sie gar nicht, zu sehen ist auch nichts. Manche Haarwurzeln wurden einzeln erwischt, andere zu zweit oder dritt entfernt. Diese Haare wurden farblich sortiert und gezählt. Wie es der Zufall wollte, am Ende waren es genau 1111.

Auf welche Art wurden diese Hinterhaupt-Haare nun nach vorn verpflanzt?
Schatz: Die Chirurgin machte auf meiner Kopfhaut vorn an den eingezeichneten Stellen kleine Schlitze, in die Haarwurzeln gesetzt wurden. Das ging klack, klack, klack. Gespürt habe ich durch die Betäubung nichts. Nach einer Dreiviertelstunde waren die neuen Haare samt Wurzeln verpflanzt. Die wachsen nun wie normale Haare auf meinem Kopf, eben nur an anderer Stelle.

Wann konnten Sie Ihre Haare das erste Mal selber waschen?
Schatz: Es gab das Angebot, dass es die beiden ersten Male durch das Team gemacht wurde, das habe ich angenommen. Jetzt nach einer Woche wasche ich mir die Haare ganz normal selber.

Über seine volle Haarpracht, die eine Narbe überdeckt und nachwachsen wird, ist Roger Schatz glücklich. Foto: Seilkopf
Über seine volle Haarpracht, die eine Narbe überdeckt und nachwachsen wird, ist Roger Schatz glücklich. Foto: Seilkopf

Wie geht es nun weiter?
Schatz: Sie sehen vorne die kleinen, kurzen Stubbei. Die werden nun in den ersten vier Monaten um einen Zentimeter wachsen und in einem halben Jahr drei Zentimeter lang sein.

Wie hat Ihr Umfeld auf die neue Pracht am Vorderhaupt reagiert?
Schatz: im Prinzip hates niemand mitbekommen. Zwei Leute wussten Bescheid, die haben es auch gesehen. Doch schon nach vier Tagen hat selbst mein Freund mit der Empfehlung nichts erkannt.

Sie gehen erstaunlich offen mit dem Eingriff um. Haben Sie keine Angst, darauf angesprochen zu werden?
Schatz: Mich kann jeder fragen. Ich fühle mich super und hätte nie gedacht, dass alles so schnell und gut verläuft. Außerdem wird doch heute operativ so viel korrigiert, warum sollte man die Möglichkeit nicht nutzen. Wir leben zum Glück im 21. Jahrhundert. Das bietet uns eine Menge an Möglichkeiten, all das auszugleichen, was uns die launische „Mutter Natur“ vorenthalten hat.

Letzte Frage: Was hat sie die Verp?anzung der 1111 Harre nun gekostet?
Schatz: Insgesamt 3250 Euro. Dafür habe ich nun ein Leben lang wieder dichtes Haar dort, wo es mir wichtig ist.
Interview: Antje Seilkopf

Interview mit NTH-Kunde Roger Schatz (PDF 2,5MB)
Quelle: Dieses Interview ist am 20. Oktober 2016 in der Beilage „Gesund und aktiv“ der Nürnberger Nachrichten erschienen.
Der Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autorin.